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Schnarchen des Erwachsenen

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Der Weg zum ungestörten Schlaf

"Männer müssen schnarchen, um ihre Frauen vor den wilden Tieren zu schützen." Mit diesem Wort endet Doris Dörrie’s Kinohit "Männer". Doch hat das Schnarchen auch noch andere Aspekte? Quälend "nur" für den Bettpartner oder massive Gefährdung der Gesundheit und Einschränkung der Lebensqualität für den Schnarcher?

Nach ihrer Ankunft in unserer Praxis in Tegernsee zum zuvor per Telefon (08022 4485) oder E-Mail vereinbarten Termin, werden sie gründlich untersucht, besonders hinsichtlich der Verhältnisse in ihrem oberen Respirationstrakt, in dem die Schnarchgeräusche entstehen. Wir besprechen mit Ihnen die Vorgeschichte Ihres Schnarchens und berücksichtigen mögliche Nebenerkrankungen.

Dann stellen wir fest, ob ein "sozial störendes", aber letztlich für den Schnarcher harmloses Geräusch vorliegt, das obstruktive Schnarchen, oder ob Ihr Schnarchen Symptom einer potentiell lebensverkürzenden Krankheit, der so genannten Schlafapnoe ist.

 

Die Ursachen

Ursache des sozial störenden Schnarchens ist meist eine Verengung der Atemwege im Bereich des Gaumenbogen  häufig mit einem verlängertem "Zäpfchen" (Uvula). Der Schnarcher stört massiv den Schlaf des Partners. Lautstärken von bis zu 90 Dezibel (ein Lastwagen, der unentwegt durch das Schlafzimmer donnert) wurden gemessen.  Folgen können zunehmende Aggressionen oder sexuelle und partnerschaftliche Probleme sein. Eine akustische Kostprobe gibt ihnen folgendes Tondokument (dauert circa 17 Sekunden).

Handelt es sich bei Ihnen um eine Schlafapnoe, heißt das, dass sie im Laufe der Nacht bis zu 300 Atemaussetzer  bis zu 2 Minuten Dauer  haben können. Ausgelöst durch einen Kollaps der Halsweichteile und/oder durch eine Störung im Atemzentrum. Es unterbleibt  dann der vom Gehirn gesteuerte Reflexs während des Schlafens die Atmung aufrecht zu erhalten.


Mit Hilfe eines Fragebogens zum Schlafverhalten können wir Ihr Risiko abschätzen.

 

Analyse der Schlafarchitektur

Ihren Schlaf und das Schnarchen zu analysieren, ermöglicht uns eine Polygraphie genannte Untersuchung, mit der wir Ihre Schnarchzeit und die Schnarchintensität analysieren können. Die Messung der Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus über die Nacht  und während möglicher Atemstillstände ist dabei  von besonderer Bedeutung. 

Dieses ambulante Diagnosesystem nehmen sie mit in das Hotel Ihrer Wahl oder, wenn sie in näherer Entfernung wohnen, mit nach Hause.   Schöngelegene Unterkunftsmöglichkeiten am Tegernsee in jeder Kategorie können wir Ihnen auf Wunsch vorschlagen.

Am Vormittag des darauffolgenden Tages besprechen wir mit ihnen die Befunde und die sich daraus möglicherweise ergebenden therapeutischen Konsequenzen:

  • Ist eine Operation sinnvoll und erfolgversprechend?
  • Wenn ja, in welchem Ausmaß?
  • Stehen alternative Behandlungsmethoden zur Verfügung?


Therapeutische Möglichkeiten



erste.jpgDie Operation:
Stellt   sich ( wie in der Mehrzahl der Fälle ) heraus, dass es sich um ein überwiegend „sozial störendes“ Schnarchen handelt,   kann es sinnvoll und erfolgversprechend sein, mit der schonenden Coblationstechnik  ihre Atemwegsverengung   zu beseitigen. In geeigneten Fällen kann noch am selben Nachmittag die Anhebung und Straffung des Gaumensegels in örtlicher Betäubung erfolgen. Häufiger führen wir den notwendigen Eingriff in Vollnarkose durch. Wir legen dann mit Ihnen den Zeitplan einer eventuellen Weiterbehandlung fest. Selbstverständlich bekommen Sie einen ausführlichen Bericht an Ihren Hausarzt von uns mit.

Die Maskenbeatmung:
Leiden sie allerdings wie etwa 4% der männlichen und 2% der weiblichen Bevölkerung Deutschlands   (fast 5 Millionen Menschen) unter einem ausgeprägten Schlafapnoesyndrom, dann muss ein anderer Weg eingeschlagen werden. Ein eindrucksvolles Beispiel eines Apnoesyndroms  vermittelt Ihnen folgendes Tonbeispiel   (dauert 130 Sekunden, achten sie auf lange Pausen).  Die Betroffenen leiden an Tagesmüdigkeit, Störungen   der Konzentrationsfähigkeit, auch häufig an depressiven Verstimmungen und an Libidoverlust. Die Schlafapnoe verschlechtert aber nicht nur die Lebensqualität auf drastische Weise, sondern auch die Lebenserwartung. Studien haben gezeigt, dass diese bei unbehandelten Patienten aufgrund der Folgeerkrankungen gegenüber gesunden deutlich herabgesetzt ist. Aber auch diesen Patienten kann zuverlässig geholfen werden. Unterschiedliche Maßnahmen können die lebensverkürzende Erkrankung sicher verhindern. Aber sie muss erkannt werden!
 

Kosten

Alle Untersuchungen und Behandlungen werden nach der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet. Diese werden in aller Regel von der privaten Krankenversicherung übernommen.

Für eventuelle Operationen wird ein individueller Heil- und Kostenplan erstellt, den Sie bei Ihrer Krankenversicherung einreichen können. Im allgemeinen werden auch diese Kosten von den Privatkassen übernommen.

 
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