Chronische Ohrgeräusche

Im Leben eines fast jeden Menschen in den Industrienationen, zunehmend auch in den Schwellenländern, tritt kurzzeitig gelegentlich ein Ohrgeräusch auf. Verschwindet es nach wenigen Augenblicken oder Minuten wieder, so kann man es vernachlässigen. Es ist keine Krankheit. 

 

Tritt zum ersten Mal ein Geräusch auf, das nicht mehr verschwindet, handelt es sich um akuten Tinnitus. Der HNO-Arzt wird nach eingehender Untersuchung zum Ausschluss weitergehender Erkrankungen des Innenohrs           (Hörsturz, gutartige Tumoren des Hör- und Gleichgewichtsnerven) durch durchblutungs-fördernde und sauerstoffanreichernde Medikation ein Verschwinden der Ohrgeräusche erreichen.

Haben sich Ohrgeräusche länger als vier bis sechs Wochen festgesetzt, so handelt es sich um chronischen Tinnitus.


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Der "Gefäßbaum" des Innenohres.

Mikrofeine Endarterien versorgen
die Hörschnecke
 
Die Ursachen für Ohrgeräusche sind äußerst komplex und entziehen sich  bis heute einer exakten naturwissenschaftlichen Aufklärung. Man geht jedoch von einer Schädigung der Haarzellen im Innenohr aus, deren Auslösung vielfältig sein können. Meist jedoch liegt eine Sauerstoffunterversorgung, also ein    Durchblutungsmangel des Innenohres und der benachbart liegenden funktionellen Einheiten der Halswirbelsäule und des muskulären Apparates des Schultergürtels zugrunde.
 
Unserem erfolgreichen Konzept liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass ein Organismus nicht nur die Summe der Einzelteile ist. Er ist auch das Resultat der verschiedenen wechselseitigen Verbindungen zwischen diesen Teilen. Aus der Erkenntnis, dass sich eine Heilung oder Linderung der Ohrgeräusche aus verschiedenen Quellen nähren muss, hat sich unsere Behandlung der chronischen Ohrgeräusche entwickelt.
 
 

Integrative Tinnitusbehandlung

Aufgrund dieser Tatsachen und Erkenntnisse beruht unser Tinnituskonzept auf zwei Säulen:

1.  Hochdosierte durchblutungsfördernde und abschwellend wirksame  Infusionstherapie wird mit nebenwirkungsfreier Laserbestrahlung unter intravenöser Ginkgo-Gabe kombiniert. Damit erreichen wir neben einer optimalen Durchblutung einen funktionsfähigen Druckausgleich im Innenohr. Das scheint entscheidend sowohl für die Funktion der Sinneshärchen als auch für den Stoffwechsel der einzelnen Zellen. Denn  das Blut und Gefäßsystem ernährt die Zellen und die Gewebe.
 
Die Arterien und Venen und das lymphatische System repräsentieren das Prinzip der Zirkulation. Verbessert man die Zirkulation, so verbessert man die Vitalität der Systeme.
 
Die HNO–seitige Behandlung  findet in unserer Praxis in Tegernsee statt (Tel.: 08022 4485, E-Mail).Hier ist seit 25 Jahren die Behandlung von Innenohrerkrankungen ein Praxisschwerpunkt. Nach einer gründlichen Eingangsuntersuchung des Innenohrs (u.a. zum Ausschluss eines Akustikusneurinoms, das eine gutartige tumoröse Erkrankung des Hör- und Gleichgewichtsnerven ist) und der Besprechung der Ergebnisse kann noch am selben Tag mit der Behandlung begonnen werden. Die osteopathische Behandlung schließt sich dann im täglichen Wechsel an. Nach Abschluß der Behandlung -  nach 9 bzw. 5 Behandlungstagen – führen wir dann eine vergleichende Hörprüfung durch, denn gelegentlich kommt es auch zu einer Verbesserung der Hörleistung.
 
2. Die Osteopathie, die das Zusammenwirken des gesamten Organismus berücksichtigt, stützt sich auf die Erkenntnisse der Anatomie, Physiologie und Biomechanik. Die Therapie beinhaltet Mobilisations,- Drainage- und Relaxationstechniken, die vor allem im Kopf– und Halswirbelbereich durchgeführt werden. Ziel ist eine verbesserte Beweglichkeit, ein optimierter  Flüssigkeits– und Elektrolytaustausch sowie eine verbesserte Durchblutung.  Die Therapiemaßnahmen steigern  die Vitalität und regen die Regeneration und Heilung durch eigene Ressourcen an. Die osteopathische Behandlung des Tinnitus verbessert die Anspannung und Entspannungsfähigkeiten in der Schulter- und Nackenmuskulatur sowie die Ausscheidung von Stoffwechselschlacken und die Beweglichkeit von Halswirbelsäule und Kopfgelenken.

Die osteopathische  Therapie findet im OsteoZentrum in Schliersee statt. Hier werden Patienten mit orthopädischen und speziellen  Krankheitsbildern (z.B. Tinnitus und Schwindel) behandelt. Die Therapeuten haben neben einer fundierten physiotherapeutischen Ausbildung eine langjährige osteopathische Zusatzqualifikation erworben. Das sichert bei Ihrer Behandlung höchstes fachliches Niveau.

Viele Personen aus Politik und Spitzensport, z.B. die Olympiasiegerinnen Maria Riesch und Viktoria Rebensburg, Olympiasieger Markus Wasmeier, Peter Schlickenrieder und Felix Neureuther, nutzen die Kompetenz des Teams Im Osteozentrum.

Die privaten Versicherer erstatten die Kosten der Behandlung in aller Regel.
 

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Haarzellen, die Sinneszellen des Innenohres, verwandeln die mechanischen Schwingungen in elektrische Ströme.